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Periimplantitis

Periimplantitis in Krefeld: Informationen zu Entzündungen am Implantat, zu Anzeichen, Vorbeugung durch Nachsorge und zu Behandlungsmöglichkeiten bei KREDENT.

Nahaufnahme von Zahnimplantaten

Die Parodontitis des Implantats.

Periimplantitis ist eine bakteriell verursachte Entzündung des Gewebes und Knochens rund um ein Zahnimplantat. Sie ähnelt der Parodontitis bei natürlichen Zähnen, mit einem wichtigen Unterschied: Implantate haben keine natürliche Schutzstruktur (Desmodont), weshalb Periimplantitis oft schneller und aggressiver verläuft.

Unbehandelt baut Periimplantitis den Knochen um das Implantat ab, bis es sich lockert und verloren geht. Wird sie früh erkannt, ist sie in den meisten Fällen behandelbar und das Implantat kann gerettet werden.

Erkennen

Diese Zeichen ernst nehmen.

Zahnfleisch um das Implantat ist gerötet oder geschwollen
Blutung beim Berühren des Zahnfleischs ums Implantat
Implantat fühlt sich locker an
Schmerzen oder Druckgefühl im Implantatbereich
Eiter oder übler Geschmack aus dem Bereich
Sichtbarer Rückgang des Zahnfleisches

Wie Periimplantitis behandelt wird.

1

Diagnose

Sondierung rund ums Implantat und Röntgen zeigen Tiefe und Ausmaß der Entzündung.

2

Reinigung

Professionelle Reinigung der Implantat Oberfläche, mechanisch und ggf. mit Laser oder Ultraschall.

3

Antibiotika

Bei Bedarf lokale oder systemische Antibiotikatherapie zur Keimreduktion.

4

Knochenregeneraton

Bei Knochenabbau: Augmentation und gesteuerte Regeneration (GBR) um das Implantat.

5

Nachsorge

Engmaschige Kontrollen alle 3 bis 4 Monate, Optimierung der häuslichen Mundhygiene.

Periimplantitis: Alles Wichtige.

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Wie häufig ist Periimplantitis?

Studien schätzen, dass 10 bis 20 % aller Implantatträger irgendwann eine Periimplantitis entwickeln. Damit ist sie das häufigste Langzeitproblem bei Implantaten, vergleichbar mit Parodontitis bei natürlichen Zähnen. Mit professioneller Prophylaxe lässt sich das Risiko stark reduzieren.

Kann Periimplantitis das Implantat "killen"?

Ja, wenn sie nicht behandelt wird. Fortgeschrittene Periimplantitis zerstört den Knochen um das Implantat, bis es sich lockert und verloren geht. Frühes Eingreifen rettet das Implantat in der überwiegenden Mehrzahl der Fälle.

Wer ist besonders gefährdet?

Raucher (3 bis 5x höheres Risiko), Diabetiker mit schlechter Einstellung, Patienten mit Parodontitis Vorgeschichte und Menschen mit mangelnder Mundhygiene. Das bedeutet aber nicht, dass diese Gruppen keine Implantate bekommen können, sie brauchen nur intensivere Betreuung.

Kann man Periimplantitis mit normaler Zahnpasta vorbeugen?

Zahnpasta allein reicht nicht. Wichtig sind: elektrische Zahnbürste oder Schallzahnbürste, tägliche Reinigung mit Interdentalbürsten (Größe passend zum Implantat), und professionelle Prophylaxe alle 4 bis 6 Monate. Wir zeigen Ihnen nach der Implantatbehandlung die genaue Technik.

Ist Periimplantitis dasselbe wie Parodontitis?

Ähnlich, aber nicht identisch. Beide sind bakteriell verursachte Entzündungen, die Knochen abbauen. Bei Periimplantitis fehlt jedoch die natürliche Ligamentstruktur des Zahns: Das Implantat hat keine "Stoßdämpfer"Funktion. Deshalb schreitet Periimplantitis oft schneller voran als Parodontitis.

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